kobinet-nachrichten

Nachrichten, Behindertenpolitik, Behindertenorganisationen, Selbstbestimmt, Leben
  1. Auf einem kobinet-Treffen in Frankfurt wurde heute beraten, wie dieser ehrenamtlich bertriebene Nachrichtendienst kritisch die Belange behinderter Menschen weiter verfolgen kann. Die Redaktion bedankt sich für die Mitarbeit vieler Betroffener, ohne die kobinet nicht die Resonanz als von Freund und Feind beachteter Online-Dienst erreicht hätte. Als Vorsitzender des kobinet-Vereins wurde Ottmar Miles-Paul wieder gewählt, als neues Mitglied Andreas Vega aus München aufgenommen. Gastgeber des Treffens war Harald Reutershahn aus Frankfurt am Main, wo die Kooperation Behinderter im Internet im Café Albatros den Nachrichtendienst gegründet hat.
  2. Der Bundesverband Deutscher Berufsförderungswerke e. V. (BV BFW) feiert 2018 goldenes Jubiläum. Im Festjahr sind verschiedene Aktivitäten und ein Ausblick auf die Aufgaben der Zukunft geplant.
  3. Hätte er den Zeitpunkt seines Todes gekannt, hätte Hans-Peter Terno sich bestimmt auf kabarettistische Weise oder mit einem markigen Spruch verabschiedet. Gestern wurde der Meeenzer Charakter, der auch die Behindertenbewegung und vor allem die Mainzer Behindertenpolitik durch sein vielfältiges Engagement mitgeprägt hat, von seinem Assistenten Tod im Bett in seiner Wohnung in der Mainzer Altstadt aufgefunden. Eigentlich wollten die beiden wie an jedem Freitag auf dem Mainzer Wochenmarkt einkaufen gehen.
  4. Durch die fortschreitende Digitalisierung in allen Lebensbereichen hängt die gleichberechtigte Teilhabe am gesellschaftlichen Leben zunehmend von der individuellen Möglichkeit ab, online aktiv zu sein. Das wurde auf dem Informativen Fachtag zu den Folgen der EU-Richtlinie für barrierefreie Websites und Apps öffentlicher Stellen betont.
  5. Ohne die Unterstützung von Angehörigen ist die Pflege von Menschen mit Demenz im Heim oft nicht sichergestellt, sagt die Deutsche Alzheimer Gesellschaft Selbsthilfe Demenz und beruft sich dabei auch auf den am 1. Februar vom Medizinische Dienst des Spitzenverbandes Bund der Krankenkassen veröffentlichten fünften Qualitätsbericht zur Pflege.
  6. Der VdK Nordrhein-Westfalen warnt davor, dass der kostenlose Nahverkehr den Abbau von Barrieren ausbremsen könnte. Mit Blick auf die neuesten Überlegungen der Bundesregierung zum kostenlosen Nahverkehr sowie die geplante Einheitshöhe bei Bahnsteigen fordert der Sozialverband VdK Nordrhein-Westfalen, dass Barrierefreiheit nicht am Gleis enden darf.
  7. Was man in Bayern oder Sachsen schon seit Jahren gewohnt ist, dass die SPD dort unter 20 Prozent der Wählerstimmen rangiert, scheint sich nun auf Bundesebene zu verfestigen. Seit Monaten sinken die Umfragewerte der SPD schneller, als man sich das jemals vorstellen konnte. Beim aktuellen ARD-DeutschlandTrend sind es nun nur noch 16 Prozent, die der Umfrage zufolge die SPD wählen würden. Andererseits nimmt das Wählerpotential der AfD stetig in beängstigendem Ausmaß zu, während verantwortliche Akteure der Partei sich mit ihren Hasstiraden förmlich überbieten, wie zuletzt am Aschermittwoch gegenüber türkischen Mitbürgerinnen und Mitbürgern.
  8. "Menschen mit Behinderung sind auf eine barrierefreie Gestaltung der Umwelt angewiesen, um am gesellschaftlichen Leben teilnehmen zu können“, stellt Dunja Fuhrmann, Mitglied im Vorstand des Bundesverbandes Selbsthilfe Körperbehinderter, BSK, und Leiterin des BSK-Fachteams "Barrierefreiheit" fest. In einem Appell an die Straßenraum- und Verkehrsplaner in den Bundesländern fordert der BSK, Barrierefreiheit gemäß dem Behindertengleichstellungsgesetz aufzunehmen und das barrierefreie Bauen verbindlich und bundeseinheitlich vorzuschreiben.
  9. Die Bewilligung der Anträge für die ergänzende unabhängige Teilhabeberatung (EUTB) zieht sich weiter hin. Derzeit stehen etwa 320 der insgesamt ca. 400 Beratungsstellen, die bewilligt werden sollen, in der veröffentlichten Liste, die den Stand vom 31. Januar 2018 aufweist. Es gibt also noch eine Reihe von Beratungsstellen, die noch nicht bewilligt wurden. Dazu gehört beispielsweise auch das Stuttgarter Zentrum selbstbestimmt Leben (ZsL), das schon seit vielen Jahren Erfahrungen mit dem im Bundesteilhabegesetz geforderten Peer Counseling hat und in Baden-Württemberg fast die einzige Beratungsstelle dieser Art ist.
  10. Dr. Adolf Ratzka vom Independent Living Institute in Stockholm plant den Aufbau und die Verbreitung eines internationalen Newsletters zu Behindertenrechtsklagen in englischer Sprache. Wer daran interessiert ist, kann sich bereits jetzt in das Formular zur Aufnahme in den Verteiler für den kostenlosen Newsletter eintragen, wie Dr. Adolf Ratzka den kobinet-Nachrichten mitteilte.

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