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Neue Broschüre des Netzwerks behinderter Frauen Berlin e.V. für Mütter mit Behinderungen erschienen

Die Idee, einmal alle Informationen zusammenzutragen, die für Mütter mit Behinderungen bedeutsam sind, wurde auf einer unserer Netzwerk - Veranstaltungen "geboren", als Theresa Straub im März 2013 ihre Bachelorarbeit über die Lebenssituation körperbehinderter Mütter vorstellte.

Fiede Kranz, im Vorstand des Netzwerkes für diesen Bereich verantwortlich, hat nun den "Wegweiser für Mütter mit Behinderungen in Berlin (und Brandenburg)" fertiggestellt. Dabei wurde sie unterstützt von Frauen unserer Müttergruppe und Netzwerk-Mitfrauen, sowie von Bärbel Schweitzer und Dörte Gregorschewski, Mitarbeiterinnen des Netzwerkes.

Der Wegweiser möchte einen ersten Überblick über behinderungsspezifische Informations- und Unterstützungangebote geben. Vorrangig richtet er sich an körper-und sinnesbehinderte Mütter in Berlin. Darüber hinaus enthält er auch Angebote für Mütter mit Lernschwierigkeiten oder psychischen Beeinträchtigungen in Berlin und Brandenburg.

Die Broschüre ist im Netzwerk erhältlich. Online ist sie auf unserer Projektseite "Elternassistenz" elternassistenz.de  zu finden.

Für ein gutes Bundesteilhabegesetz – Jetzt!

Gegenwärtig ist eine weitere Petition online, die darauf zielt, dem geplanten Bundesteilhabegesetz ausreichend Stimmen zu verleihen, damit das dringend benötigte Dokument schnellstmöglich juristische Praxis werden kann.

Bitte helfen Sie auch hier mit Ihrer Stimme und der Verbreitung der Petition, dass die notwendige Zahl der Unterstützer_innen erreicht wird. Hier geht es zur Petition:

www.openpetition.de/petition/online/teilhabegesetz-jetzt


Themen 2014: Interkulturelle Öffnung und Weiterführung der Schwerpunkte Gesundheit und sexuelle Gewalt gegen Frauen mit Behinderung

Am 1. März 2014 trafen sich die Frauen des Vorstands und die Mitarbeiterinnen des Netzwerks behinderter Frauen Berlin e.V. zur diesjährigen Klausurtagung, um die inhaltlichen Arbeitsschwerpunkte zu besprechen.

Wir setzen auch 2014 unsere Initiativen in folgenden Themenfeldern fort:

  • Inklusive Frauengesundheit - barrierefrei und kultursensibel
  • Sexuelle Gewalt gegen Frauen und Mädchen mit Behinderung
  • Inklusion von Frauen und Mädchen mit Behinderung/chronischer Erkrankung und Migrationsgeschichte

Sie dienen dem übergeordneten Ziel der Umsetzung der UN-Behindertenrechtskonvention in allen gesellschaftlichen Bereichen.

Durch die finanzielle Förderung der Senatsverwaltung für Arbeit, Integration und Frauen können wir den Projektbereich „Geschlecht, Behinderung, Gesundheit, Migration“ für weitere vier Jahre, bis Ende 2017 fortführen:

  • Ulrike Haase wird weiterhin im Netzwerk Frauengesundheit Berlin auf die Umsetzung der „inklusiven Frauengesundheit - barrierefrei und kultursensibel hinwirken.
  • Auch setzen wir unsere Bemühungen fort, Frauen und Mädchen mit Behinderung/chronischer Erkrankung und Migrationsgeschichte zu erreichen und unsere Angebote so zu gestalten, das sich Frauen aller Kulturkreise angesprochen fühlen. Wir wünschen uns, dass behinderte Berlinerinnen mit Migrationshintergrund verstärkt unsere Angebote nutzen und wollen mit der weiteren Ausgestaltung einer entsprechenden Willkommenskultur den Weg dafür ebnen. Im Jahr 2014 wollen wir konkrete Kriterien entwickeln, um den Prozess der Interkulturellen Öffnung des Netzwerks behinderter Frauen Berlin e.V. zu beginnen.

Durch die erneute Gewährung zusätzlicher Personalkosten seitens der Senatsverwaltung für Gesundheit und Soziales können wir die Gremien- und Beratungstätigkeit zum Thema Sexuelle Gewalt fortsetzen:

  • Bärbel Schweitzer bietet auch im Jahr 2014 zusätzlich zum regulären Beratungsangebot telefonische und persönliche Beratung für von sexueller Gewalt betroffene Frauen und Mädchen an.
  • Dörte Gregorschewski wird weiterhin im „Berliner Netzwerk gegen sexuelle Gewalt“ die besonderen Interessen und Bedarfe behinderter Frauen in den Blickpunkt rücken. Sie wirkt auf die Entwicklung von geeigneten Maßnahmen hin, behinderte Frauen vor körperlicher und sexueller Gewalt zu schützen.

Wir planen, eine Broschüre für Mütter mit Behinderung herauszugeben. Dafür haben Vorstandsfrau Fiede Kranz und Bärbel Schweitzer bereits eine Sammlung wichtiger Informationen zusammengetragen. Die Broschüre soll in der zweiten Jahreshälfte erscheinen und wird auch online über unsere Website www.netzwerk-behinderter-frauen-berlin.de abrufbar sein.


Dringend „Elfen und Feen“ gesucht

Die Aufrechterhaltung unserer Angebote ist auch dem Engagement der ehrenamtlichen Mitarbeiterinnen, der „Elfen und Feen“ zu verdanken. Sie bieten eigenverantwortlich das Info-Café an, begleiten Offene Treffen und Veranstaltungen, bereiten den Raum vor, empfangen und begrüßen Besucherinnen und Referentinnen, sorgen für die Bewirtung, beantworten Fragen zum Netzwerk, haben offene „Augen und Ohren“ für „Neuzugänge und Stammkundinnen“. In regelmäßigen „Elfenkongressen“ mit Bärbel Schweitzer werden die Dienste besprochen und Erfahrungen ausgewertet. Aus gesundheitlichen Gründen suchen die Elfen dringend Verstärkung. Wir freuen uns auf interessierte Frauen – mit oder ohne Behinderungen – mit oder ohne Migrationshintergrund - die Lust haben, das Netzwerk tatkräftig und zuverlässig als ehrenamtlich Tätige zu repräsentieren. Interessentinnen sind herzlich eingeladen, sich zu melden. Tel. 617 09 168

Dank und Kooperation

Wir bedanken uns bei der Senatsverwaltung für Arbeit, Integration und Frauen und der Senatsverwaltung für Gesundheit und Soziales für die bisherige gute Zusammenarbeit und wünschen uns die Fortsetzung bei allen zukünftigen Vorhaben.


„In eigener Sache – wichtig!“

Elfen und Feen

Gruppe der ehrenamtlichen Mitarbeiterinnen
Die Aufrechterhaltung unserer Angebote ist auch dem Kreis der „Elfen und Feen“, unseren ehrenamtlichen Mitarbeiterinnen, zu verdanken. Sie begleiten z.B. die Offenen Treffen und Veranstaltungen, sorgen für den „Einlass“ und das leibliche Wohl der Besucherinnen, beantworten Fragen zum Netzwerk, begrüßen und würdigen die Referentinnen, haben offene Augen und Ohren für „Neuzugänge“ und treue „Stammkundinnen“. Im Austausch und in regelmäßigen „Elfenkongressen“ mit Bärbel Schweitzer werden die Erfahrungen ausgewertet, auch mehrere Weiterbildungen zum Thema Kommunikation haben stattgefunden.

Aus gesundheitlichen Gründen suchen die Elfen dringend Verstärkung. Auch Frauen ohne Behinderungen, die Lust haben, das Netzwerk als zukünftige Förderfrauen zu repräsentieren und ihre Flügel auszubreiten sind herzlich eingeladen, sich zu melden. Tel. 617 09 168

Gutachten: Einkommens- und Vermögensanrechnung verstößt gegen Verfassung

Die derzeit praktizierte Anrechnung von Einkommen und Vermögen bei der Eingliederungshilfe für behinderte Menschen ist mit der UN-Behindertenrechtskonvention rechtlich unvereinbar und stellt zudem einen Verstoß gegen die Verfassung dar.
Zu diesem Ergebnis kommt ein juristisches Gutachten der Berliner Humboldt Law Clinic für Grund- und Menschenrechte, das im Auftrag des Behindertenverbandes Interessenvertretung Selbstbestimmt Leben in Deutschland (ISL) erstellt wurde.

Die Autorinnen Larissa Rickli und Anne Wiegmann kommen in ihrem Gutachten zu dem Schluss, dass die derzeitige Rechtssprechung der Eingliederungshilfe sowohl mit der von Deutschland unterzeichneten und ratifizierten UN-Behindertenrechtskonvention unvereinbar ist als auch einen Verfassungsverstoß darstellt.

Die Autorinnen empfehlen in ihrem Gutachten eine entsprechende Änderung der deutschen Rechtslage. "Gerade im Hinblick auf die laufenden Koalitionsverhandlungen stellt das Rechtsgutachten ein wichtiges Signal für die Schaffung eines einkommens- und vermögensunabhängigen Bundesteilhabegesetzes außerhalb des Sozialhilferechtes dar", erklärte Hans-Günter Heiden, Pressesprecher der ISL. Denn behinderte Menschen müssen nicht nur regelmäßig einen Teil ihres Einkommens abgeben, wenn sie Leistungen zur Unterstützung für ein selbstbestimmtes Leben beziehen, sie dürfen auch nur 2.600 Euro ansparen. Der Rest muss ans Sozialamt abgeführt werden, bzw. bevor dieses Vermögen verbraucht ist, werden keine Leistungen gewährt. Auch PartnerInnen werden mit in die Haftung genommen, so dass ein Ehepaar beispielsweise zusammen nur 3.200 Euro ansparen darf. „Damit werden behinderte Menschen, ihre PartnerInnen und Kinder arm gemacht“, so Hans-Günter Heiden.
Presseinformation der ISL e.V. vom 12.11.2013/ Larissa Rickli, Anne Wiegmann: Begründung einer einkommens- und vermögensunabhängigen Eingliederungshilfe anhand der UN-Behindertenrechtskonvention, Working Paper Nr. 4, Humboldt Law Clinic Grund- und Menschenrechte in Kooperation mit Interessenvertretung Selbstbestimmt Leben in Deutschland e. V. (ISL), 2013.

Das Gutachten ist im Internet abrufbar unter www.isl-ev.de/...

Weitere Informationen gibt’s unter www.teilhabegesetz.org.

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