Jahresthemen 2015: Sexuelle Gewalt, Gesundheit, Interkulturelle Öffnung

Zu Beginn eines jeden Jahres legt das Netzwerk behinderter Frauen Berlin e.V. die inhaltlichen Arbeitsschwerpunkte fest.
Auch im Jahr 2015 setzen wir die Arbeit gegen sexuelle Gewalt an behinderten Frauen fort.

  • Bärbel Schweitzer bietet weiterhin zusätzlich zum allgemeinen Beratungsangebot telefonische und persönliche Beratung für von sexueller Gewalt betroffene Frauen und Mädchen an.
  • Dörte Gregorschewski wird weiterhin im „Berliner Netzwerk gegen sexuelle Gewalt“ die besonderen Interessen und Bedarfe behinderter Frauen in den Blickpunkt rücken und auf die Entwicklung von geeigneten Maßnahmen hinwirken, um behinderte Frauen vor körperlicher und sexueller Gewalt zu schützen. Auch in der AG „Kampagne gegen Gewalt an gehörlosen Menschen“ gilt es, dazu zu informieren und die Hilfeangebote in die Gehörlosengemeinschaft hineinzutragen.

Die zusätzlichen Personalkosten für diese Gremienarbeit und die Beratung von gewaltbetroffenen Frauen werden in diesem Jahr von der Senatsverwaltung für Arbeit, Integration und Frauen übernommen. Damit setzt das Land Berlin ein deutliches frauenpolitisches Zeichen für den hohen Stellenwert dieser gesellschaftlichen Problematik.

Das Thema der barrierefreien Frauengesundheit begleitet uns in diesem Jahr weiterhin. Durch beharrliches Drängen und Vernetzen mit Bündnispartnerinnen im Bereich Frauengesundheit auf Landes- und Bundesebene, konnte die Forderung nach Barrierefreiheit in der ambulanten, wie stationären gynäkologischen Versorgung Aufmerksamkeit erlangen. In Berlin ist die Einberufung eines „Runden Tisches“ zum Thema barrierefreie Gynäkologie geplant, an dem Ulrike Haase für das Netzwerk behinderter Frauen Berlin e. V. teilnimmt.

Damit behinderte Frauen und Mädchen mit Migrationsgeschichte selbstverständlicher Teil unseres Netzwerks werden, wollen wir den von Ulrike Haase initiierten Prozess der Interkulturellen Öffnung fortsetzen und die Vernetzung mit Projekten und Organisationen der Frauen mit Migrationsgeschichte verstetigen.

Vornehmliches Ziel aller Arbeiten ist ein Beitrag zur Umsetzung der UN-Behindertenrechtskonvention in allen Belangen, die behinderte Frauen betreffen.
Ende vorigen Jahres haben wir einen neuen "Wegweiser für Mütter mit Behinderungen in Berlin (und Brandenburg)" herausgegeben. Damit möchten wir Frauen mit Behinderungen bei der Realisierung ihres Kinderwunsches und in ihrem Alltag als Mutter unterstützen. Die Broschüre kann über unsere Beratungsstelle in der Leinestr. 51, 12049 Berlin bezogen werden. Online ist sie auf unserer Projekt-Homepage „Elternassistenz“: www.elternassistenz.de/005.php zu finden.

Wir bedanken uns bei der Senatsverwaltung für Arbeit, Integration und Frauen sowie bei der Senatsverwaltung für Gesundheit und Soziales für die finanzielle Förderung und die vertrauensvolle Zusammenarbeit.

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