Das Jahr 2019 war geprägt vom unermüdlichen Einsatz aller Mitarbeiterinnen, Vorstandsfrauen, Mitfrauen und Unterstützerinnen für den Erhalt des Vereins- und der Selbsthilfe-, Kontakt- und Beratungsstelle. Das Ringen war zum Teil von Erfolg gekrönt: Mit Hilfe der Abgeordneten der demokratischen Fraktionen des Berliner Landesparlaments, insbesondere der Partei Die Linke und deren frauenpolitischen Sprecherin, Ines Schmidt, konnten wir für die Zukunft unseres Projekts eine dauerhafte Personalstelle für eine Projektleitung bzw. stellvertretende Geschäftsführung erringen; zum anderen waren auch herbe Rückschläge zu verzeichnen: Die turnusmäßige Vorstandswahl im Oktober 2019 führte mangels Kandidatinnen erstmals in der Geschichte des Netzwerks nicht zur Neuwahl eines geschäftsfähigen Vorstands, so dass im März dieses Jahres eine wiederholte Wahl stattfinden wird, die über das weitere Schicksal des Vereins und aller seiner Aktivitäten entscheidet.

Lasst uns im 25. Jahr des Bestehens des Netzwerkes behinderter Frauen Berlin e.V. noch einmal alle Kräfte bündeln, um unser einzigartiges Frauenprojekt über’s Jahr zu bringen.

Von der Besetzung der neu zu schaffenden Stelle versprechen wir uns eine deutliche strukturelle Entlastung für alle beruflich und ehrenamtlich mitarbeitenden Frauen. Unmittelbar nach erfolgreicher Vorstandswahl (und unter Voraussetzung der Genehmigung seitens der Senatsverwaltung Frauen) schreiben wir die Stelle aus und hoffen, sie Anfang Mai besetzen zu können.

Positiv zu erwähnen wäre weiterhin, dass die bis zum vorigen Jahr befristet gewährte Projektstelle „Gesundheit, Geschlecht, Behinderung, Migration“ zum 01.01.2020 im Umfang von 36 h/Woche in die Regelförderung des Landes übernommen wurde. Ulrike Haase konnte damit auch die dritte wöchentliche Beratungszeit zur Sozialberatung wieder aufnehmen, die aufgrund von Tarifanpassungen in der letzten Zeit entfallen war. Hingegen musste die Stelle psychosoziale Beratung/Programmkonzeption/Anleitung Ehrenamtliche von bislang 33 h/Woche auf 24 h/Woche reduziert werden. Frau Schweitzer wird nicht länger die halbjährlichen Veranstaltungsprogramme erstellen, und wir werden sowohl die anspruchsvollen Inhalte als auch ihre pointierten, witzigen Texte vermissen. Aber auch hier werden wir nach einer engagierten, ideenreichen Nachfolgerin Ausschau halten.

Nach Maßgabe unserer personellen Kapazitäten bleiben auch 2020 die hauptsächlichen inhaltlichen Arbeitsschwerpunkte der vorangegangenen Jahre bestehen: Gesundheit, Interkulturelle Öffnung und sexuelle Gewalt gegen behinderte Frauen und Mädchen. Bärbel Schweitzer übernimmt weiterhin das zusätzliche Beratungsangebot für von Gewalt betroffene Mädchen und Frauen.

Wir bedanken uns bei den Senatsverwaltungen für Gesundheit, Pflege und Gleichstellung sowie Integration, Arbeit und Soziales für finanzielle Förderung und vertrauensvolle Zusammenarbeit.

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